Vorbereitungskurs zum Verkehrsleiter

Vorbereitungskurs zum Verkehrsleiter nach EU-Verordnung

  • Sie besitzen einen oder mehrere LKW über 3,5 t und wollen gewerblich Güter transportieren?
  • Sie sind Lohnunternehmer und transportieren land- und forstwirtschaftliche Bedarfsgüter oder Erzeugnisse?

Dann benötigen Sie gemäß Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) als Transportunternehmer im Straßentransportgewerbe hierfür eine Erlaubnis oder EU-Lizenz (Gemeinschaftslizenz) der zuständigen unteren Verkehrsbehörde.

Gesetzlich vorgeschrieben zum Führen eines Güterkraftverkehrsunternehmens und somit Voraussetzung für den Erhalt dieser EU-Lizenz ist, dass Sie einen Verkehrsleiter benennen, der die tatsächliche und dauerhafte Leitung der Verkehrstätigkeiten (Verkehrsleitung) Ihres Transportunternehmens übernimmt. Die Aufgaben eines Verkehrsleiters darf, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, durch eine externe Person übernommen werden.

Ihre Ansprechpartnerin

Frau Eberhardt ist Ihre Ansprechpartnerin für Fragen rund um den Vorbereitungskurs Verkehrsleiter

Nathalie Eberhardt
Auftragsabwicklung GRUMA-Akademie
Tel.: 08 21 / 7 80 00 - 83
Fax: 08 21 / 7 80 00 – 3531
ed.amurg@tdrahrebe.eilahtan

Was ist ein Verkehrsleiter?

Der Begriff „Verkehrsleiter“ wurde erst im Artikel 4 der „Verordnung (EG) Nr. 1071/2009“ im sog. "Road Package" neu eingeführt und ersetzt damit die bisherige „zur Führung der Verkehrsgeschäfte bestellte Person“.

Der Verkehrsleiter entspricht im Grunde der früheren „zur Führung der Geschäfte des Güterkraftverkehrs/Omnibusverkehrs bestellten Person“.

Artikel 2 Nr. 5 der VO (EG) Nr. 1071/09 definiert den Verkehrsleiter wie folgt: Er ist „eine von einem Unternehmen beschäftigte natürliche Person oder, falls es sich bei diesem Unternehmen um eine natürliche Person handelt [meist kleinere Einzelunternehmen], diese Person selbst oder gegebenenfalls eine von diesem Unternehmen vertraglich beauftragte andere natürliche Person, die tatsächlich und dauerhaft die Verkehrstätigkeiten dieses Unternehmens leitet“.

Aktuelle Schulungsangebote

7. Januar 2019 – 18. Januar 2019
08:00 – 16:30 Uhr
Derching - Vorbereitungskurs zum Verkehrsleiter
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1600,00 €
Freie Plätze verfügbar

Wer benötigt einen Verkehrsleiter?

Diese Frage ist schnell beantwortet: Jedes Unternehmen, welches eine Güterkraftverkehrserlaubnis beantragt, muss einen Verkehrsleiter bennen. 

Wer kann dies sein?

  • Entweder der Unternehmer selbst
  • oder ein Angestellter des Betriebs
  • oder ein externer Verkehrsleiter

Dies gilt Seit 2017 auch für Lohnunternehmer.

 

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Gut vorbereitet zur IHK Prüfung - Mit dem GRUMA Vorbereitungskurs

Welche Verantwortlichkeiten hat ein Verkehrsleiter?

Was ein Verkehrsleiter zu verantworten hat, wird gesetzlich nur indirekt geregelt und ist in Verantwortungsbereiche gegliedert, mit der Konsequenz der Aberkennung der Zulassung bei Nichtbeachtung.

Verantwortlichkeiten

• Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer, Arbeitszeit, Einbau und Nutzung der Kontrollgeräte,
• Gewicht und Abmessungen der Nutzfahrzeuge im grenzüberschreitenden Verkehr,
• Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer,
• Verkehrstüchtigkeit der Nutzfahrzeuge inkl. technischen Überwachungen der Fahrzeuge,
• Markt- und Berufszugang,
• Gefahrgutbeförderung,
• Einbau und Benutzung von Geschwindigkeitsbegrenzern in ausgewählten Fahrzeugklassen,
• Führerscheine,
• Zugang zum Beruf,
• Tiertransporte


Der Verkehrsleiter muss die Verkehrstätigkeiten der Kraftverkehrsunternehmen tatsächlich und dauerhaft leiten.

Die Anforderungen

Die Tätigkeiten des Verkehrsleiters kann jede Person ausüben, die folgende Eigenschaften besitzt:


• Zuverlässigkeit (Artikel 6 a)
• Fachliche Eignung (Absatz 11)
• Der Verkehrsleiter muss seinen Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der EU haben
• Er hat die Verkehrstüchtigkeiten der Kraftfahrunternehmen tatsächlich und dauerhaft zu leiten. Dazu benötigt der Verkehrsleiter bestimmte Entscheidungsbefugnisse und Kompetenzen
• Der Verkehrsleiter muss in einer echten Beziehung zum Unternehmen stehen, beispielsweise als Angestellter, Direktor, Eigentümer oder Anteilseigner, oder die Verwaltungsgeschäfte des Unternehmens führen

Welche Aufgaben übernimmt der Verkehrsleiter?

In der VO 1071/2009 werden die Hauptaufgaben wie folgt beschrieben:


• das Instandhaltungsmanagement der Fahrzeuge,
• die Prüfung der Beförderungsverträge und -dokumente,
• die Rechnungsführung
• die Zuweisung der Ladungen oder die Fahrdienste der Fahrer,
• die Prüfung der Sicherheitsverfahren,
• und weitere Aufgaben

Ist die bisherige „zur Führung der Geschäfte des Güterkraftverkehrs bestellte Person“ auch fachlich geeignet als Verkehrsleiter?

Wer als Verkehrsleiter für ein Unternehmen tätig werden will, muss nach Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 1071/2009 die Voraussetzung hinsichtlich Anforderung an die fachliche Eignung erfüllen. In Deutschland wurde dies in der Vergangenheit in den meisten Fällen entweder über eine Fachkundeprüfung von der IHK oder über die Abschlussprüfung zum Speditionskaufmann nachgewiesen. Mit Inkrafttreten der neuen Regelung zum 4.12.2011 werden die in Anlage 4 zu § 6, Abs. 1 der Berufszugangsverordnung für den Güterkraftverkehr (alte Version) genannten Abschlüsse nicht mehr als gleichwertig anerkannt.

Wer kann Verkehrsleiter werden?

Nach (EG) Nr. 1071/2009 - mindestens eine natürliche Person, (den Verkehrsleiter), die die Anforderungen nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstaben b und d erfüllt und die
• die Verkehrstätigkeiten des Unternehmens tatsächlich und dauerhaft leitet,
in einer echten Beziehung zum Unternehmen steht, beispielsweise als Angestellter, Direktor, Eigentümer oder Anteileigner, oder die Verwaltungsgeschäfte des Unternehmens führt oder wenn das Unternehmen eine natürliche Person ist, selbst diese Person ist und
• ihren ständigen Aufenthalt in der Gemeinschaft hat.
2) Falls ein Unternehmen die Anforderung der fachlichen Eignung nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe d nicht erfüllt, kann die zuständige Behörde ihm die Zulassung zum Beruf des Kraftverkehrsunternehmers ohne Benennung eines Verkehrsleiters nach Absatz 1 des vorliegenden Artikels unter folgenden Bedingungen erteilen:
• Das Unternehmen benennt eine natürliche Person mit ständigem Aufenthalt in der Gemeinschaft, die die Anforderungen nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe b und d erfüllt und vertraglich beauftragt ist, Aufgaben als Verkehrsleiter für das Unternehmen auszuführen.

• im Vertrag zwischen dem Unternehmen und der unter Buchstabe a genannten Person sind die von diesem tatsächlich und dauerhaft durchzuführenden Aufgaben sowie ihre Verantwortlichkeiten als Verkehrsleiter zu regeln. In ihrer Eigenschaft als Verkehrsleiter darf die unter Buchstabe a genannte Person die Verkehrstätigkeiten von höchstens vier Unternehmen mit einer Flotte von zusammengenommen höchstens 50 Fahrzeugen leiten. Die Mitgliedstaaten können beschließen, die Zahl von Unternehmen und/oder die Gesamtgröße der Fahrzeugflotte, die diese Person leiten darf, zu verringern und
• die unter Buchstabe a genannte Person erfüllt die festgelegten Aufgaben ausschließlich im Interesse des Unternehmens, und die Verantwortlichkeiten werden unabhängig von anderen Unternehmen wahrgenommen, für die das Unternehmen Beförderungen durchführt.
3) Die Mitgliedstaaten können entscheiden, dass ein nach Absatz 1 benannter Verkehrsleiter keine zusätzlichen Zulassungen im Sinne von Absatz 2 oder lediglich eine Zulassung für eine kleinere Fahrzeugflotte als gemäß Absatz 2 Buchstabe c erhalten darf.
4) Das Unternehmen meldet der zuständigen Behörde die Person, die als Verkehrsleiter benannt wurden.